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Siedlergemeinschaft Broitzem

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Die Geschichte der Siedlergemeinschaft BroitzemFotos und Berichte von gestern und heute

Siedlergemeinschaft Broitzem gegründet im Jahre 1939





Post in Broitzem


Bei der Recherche zu unserer Vereingeschichte wurde dem Vorstand ein altes Foto überlassen. Man schaut es sich an, sieht vier stattliche Herren, ein altes Haus und entdeckt auf einmal ein Schild mit der Aufschrift „Kaiserliche Postagentur“. Donnerwetter, und dies in Broitzem. Dieses Bild erzählt Geschichte. Aufgenommen wurde es 1900. Aber die Postgeschichte in Broitzem fängt schon etwas früher an. Im Jahr 1887 wurde am 01.Dezember die Postagentur durch die
Kaiserliche Deutsche Reichspost eröffnet. Erster Postagent war damals der Kaufmann Emil Brandes. Er leitete die Agentur bis zum 31.08.1900. Von Beginn stand ihm ein Landbriefträger zur Seite, später auch zwei. Die Agenturräume befanden sich in dem Haus Oststraße 13. Das Haus steht heute
leider nicht mehr, es wurde im Jahr 1993 abgerissen. Die Poststelle hatte viele Nachfolger und auch einige Standorte in Broitzem. Zur Postagentur gehörten so genannte Posthülfstellen mit Telegraphen in Timmerlah, Sonnenberg und Groß Gleidingen. Die Postsendungen erhielt die Agentur
durch die Bahnpost auf der Strecke Braunschweig – Hildesheim. Die Beschäftigten mussten nach festem Dienstplan Bahnhofsgänge erledigen. Diese wurden mit einer zweiräderigen Deckelkarre ausgeführt.
Der Postschalter musste an jedem Tag für die Broitzemer Bürger geöffnet sein. Werktags von 8.00 – 11.00 Uhr und von 15.00 – 18.00 Uhr. Auch am Sonntag gab es eine Öffnungszeit von 8.00 – 9.00 Uhr und von 12.00 – 13.00 Uhr. Vor dem ersten Weltkrieg nahm der Postverkehr rapide zu. Die Landbriefträger hatten viel zu tun. Im Jahr 1918 wurden bei der Post 3520 Pakete,39 Einschreibpakete, 141 Wertpakete, 34 Wertbriefe. 254 Telegramme und 39.400 Briefe befördert.
Hinzu kamen 438 Ortsgespräche und 355 Ferngespräche.


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Die Aufnahme der Oststraße 13 von 1900
In der Mitte vor der Eingangstür steht der Postagent Emil Brandes.
Jeweils links und rechts außen die Landbriefträger August Schaper und Carl Winkler. Die zweite Person von rechts ist Gustav Wilhelm Huep, der Uropa unseres Siedlerfreundes Wolfgang Basse.Postagent und Landbriefträger tragen Dienstkleidung, Gustav Wilhelm Huep trägt Zivilkleidung mit Postmütze. Diese Mütze zeichnet ihn zum Posthelfer aus.

Postkarte

© Postkarte von der alten Post in Broitzem


Sozialbewegung in der Weimarer Republik

Die „Freie Arbeitsgemeinschaft für Kriegersiedlungen e.V. Sitz Dresden“
bot ab 1919 den bereits bestehenden Siedlergemeinschaften Beratung an
und unterstützte diejenigen, die an Siedlerstellen interessiert waren,
bei der Bildung von Genossenschaften. Damit sollten die gesetzlichen
Möglichkeiten der Weimarer Zeit ausgeschöpft werden. Um die Wohnungsnot
nach dem ersten Weltkrieg zu lindern, hatte der Reichstag unter anderem
die Verordnung über das Erbbaurecht (1919), das Reichssiedlungsgesetz
(1919) und das Reichsheimstättengesetz (1920) erlassen. Mit der Dritten
Notverordnung reagierte man 1931 auf die Notlagen nach der Weltwirtschaftskrise
und schuf die Grundlage für die „vorstädtische Kleinsiedlung“.
Die Anwärter auf diese Kleinsiedlerstellen mussten bestimmte Auflagen erfüllen,
vor allen Dingen war das Land zur Selbstversorgung gedacht: Anbau von Obst und
Gemüse und Kleintierhaltung waren Pflicht. Hierbei benötigten die Siedler
Unterstützung beim Hausbau in Gruppenselbsthilfe und fachliche Beratung bei
der Bewirtschaftung der Gärten. Typisch für die damalige Zeit entstanden
Siedlergemeinschaften als Selbsthilfevereine.

Reichspräsident Friedrich Ebert



Ausbau, Vereinnahmung und Zerschlagung

Der erste organisatorische Zusammenschluss „Freie Arbeitsgemeinschaft für
Kriegersiedlungen e.V. Sitz Dresden“ war bereits hier und da über die eigene
Region hinaus aktiv, so zum Beispiel in Schleswig-Holstein. Bis zur Gründung
des Siedlerbunds e.V.1935 mit Sitz in Berlin, durchlief der Verein verschiedene
Stationen, unter anderem als „Allgemeiner Sächsischer Siedlerverband e.V. Dresden“
(1923) und „ Deutscher Siedlerbund e.V. Sitz Dresden (1933/1935). Erst von Berlin
aus wurde die Arbeit systematisch auf ganz Deutschland ausgeweitet Der Deutsche
Siedlerbund wurde durch das Reichsarbeitsministerium offiziell mit der Betreuung
der Kleinsiedler beauftragt.
Wie fast alle Vereine dieser Zeit der Gleichschaltung konnte sich auch dieser Verein
nicht der nationalsozialistischen Ideologie verschließen, auch wenn er seinem Zweck
(Betreuung der Siedler) stets treu blieb. Der Bundesleiter wurde 1942,
sein Stellvertreter 1944 seiner Ämter enthoben.




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Freibad Flachsrotten 1935


Wiederaufbau in Ost und West

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte wieder schlimmste Wohnungsnot. In den zerbombten Städten mussten nicht nur die Einheimischen, sondern auch Ströme von Flüchtlingen und Vertriebenen untergebracht werden. Der Deutsche Siedlerbund existierte nicht mehr, allerdings blieben viele Gemeinschaften bestehen. Auf dieser Basis konnte der Verband neu organisiert werden. Ministerialdirigent Wilhelm Gisbertz, der sich seit 1925 als
Leiter des Ressorts für Kleinsiedlungs- und Kleingartenwesen im Reichsarbeitsamt und nach dem Krieg als Leiter der Siedlungsabteilung im nordrhein-westfälischen Ernährungsministeriums der Anliegen der Siedler angenommen hatte, wurde 1946 der erste Vorsitzende des sich reorganisierenden Deutschen Siedlerbunds, zunächst nur für die britische Zone.
Dem „Ersten Deutschen Siedlertag“ am 3. Oktober 1952 in Bonn schlossen sich anderntags die Mitgliederversammlung der selbständigen Siedlerbünde von neun Bundesländern an, die den Deutschen Siedlerbund als „Gesamtverband deutscher Siedlerbünde“ gründeten und Gisbertz im Amt bestätigten. Schließlich war 1956 mit dem Beitritt der letzten westdeutschen Siedlerbünde der organisatorische Aufbau vorläufig abgeschlossen.


Steinbrink 3, heute Jugendzentrum AWO Schiene




Vereinigung der Siedlerbünde

Nach der politischen Wende von1989 und der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990, in deren Zuge auch die ursprünglichen Länder in ihren früheren Grenzen wiedererrichtet wurden, schlossen sich in den Jahren 1990 und 1991 die Siedlerbünde und Gemeinschaften der neuen Bundesländer dem deutschen Siedlerbund e.V. als Dachverband an. Nach den ersten Jahren unter einem Dach wurde ein zeitgemäßes Grundsatzprogramm debattiert
und 2001 beschlossen. Wesentlich ist das Bekenntnis zur sozialen Dimension des Wohneigentums:
„Wohneigentum ist als erleb- und gestaltbares Vermögen besonders geeignet, Eigeninitiative,Selbstverantwortung und Selbstbewusstsein zu entwickeln; es schützt vor den Wechselfällen des Wohnungsmarktes und trägt wesentlich zur materiellen Absicherung der Bürger in einem freiheitlichen und sozialen Rechtsstaat bei.“


Große Grubestraße 5, ca.1930

Das Reichsheimstättengesetz

Das Reichsheimstättengesetz von 1920 ermöglichte Familien mit geringem Einkommen zwar, ein Häuschen zu bauen, verlangte aber gleichzeitig, dass sich die Hauseigentümer zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen.
Das Reichsheimstättengesetz wurde am 10. Mai 1920 erlassen, in den folgenden Jahren mehrfach geändert und am 25. November 1937 in einer neuen Fassung verkündet.
Ziel dieses Gesetzes war es, Arbeiter und „kleine“ Angestellte mit Grund und Boden zu verbinden und ihr Wohnbedürfnis mit einem Einfamilienhaus und Nutzgarten zu befriedigen.
Ursprünglich befanden sich unten in den Häusern ein kleines Wohnzimmer und die Küche, die einen Ausgang zum Garten hatte, im Dachgeschoss waren das Elternschlafzimmer und ein oder zwei kleine Kinderzimmer. Regelmäßig waren Ställe für Kleinvieh vorgesehen.
Nach dem Krieg hatten die aus dem Reichsheimstättengesetz gewährten Hypothekendarlehen den Vorteil, dass sie zwar auf DM umgestellt, aber nicht aufgewertet wurden. Die Annuitäten waren weiter in der Höhe und auf der Grundlage des Kapitals fällig, das in Reichsmark gewährt worden war. Sie betrugen damit nur wenige Mark.


Arbeitergesangverein



Das Reichsheimstättengesetz wurde aufgehoben

Am 1. Oktober 1993 wurde das Reichsheimstättengesetz von 1920 aufgehoben. Für die Siedler bedeutete dies: Ihr bis dahin nur bedingt verfügbares Eigentum wurde frei von allen Beschränkungen. Mehr noch, der Wert ihrer Immobilie stieg von einem Tag auf den anderen um Zehntausende Mark.
Wollte ein „Heimstätter“ sein Haus verkaufen, musste er dies bis Aufhebung des Gesetzes nicht nur der Baubehörde melden, er musste sich auch mit einem niedrigeren Preis zufrieden geben.
In der Regel hieß das für die zumeist 800 bis 1200 Quadratmeter großen Grundstücke, dass nur für 500 Quadratmeter der Marktwert bezahlt wurde, für den Rest aber nur ein Drittel davon genommen werden durfte. Zudem durfte nur an Käufer veräußert werden, die vom Einkommen her die Voraussetzungen zum Bezug einer Sozialwohnung –plus 20 Prozent- erfüllten.
Aufgehoben wurde auch die Regelung, dass „Heimstätter“ ihre Grundstücke nur beleihen konnten, wenn sie das Geld zum Aus- oder Anbau des Gebäudes verwenden wollten.
Die Regelung, dass Banken ihre Forderungen nicht an einem Heimstättengrundstück befriedigen durften, fiel ebenfalls weg. Allerdings gab es noch eine Übergangsfrist bis Ende 1998.


Versammlung der Siedlergemeinschaft Broitzem
Links im Bild stehend Heinrich Basse, in der Mitte Herr Grabenhorst (Vater von Ilse Kotzmann), Wilhelm Viedt, Frau König (damahlige Geschäftsführerin des Landesverbandes)


Haus Basse, Siedlung 15 (1939)
Ausbau des Kellers - Haus Basse

Die Siedlergemeinschaft Broitzem

Ermittlungen über die Gründung der Siedlergemeinschaft Broitzem haben ergeben, dass als Gründungsdatum der 16. Januar 1939 gelten kann.
Die Mitglieder der Gemeinschaft kamen vornehmlich aus der seit 1938 im Bau befindlichen Kleinsiedlung zwischen Westerbergstraße und Kruckweg, der jetzigen Siedlung.
Als erster Siedlungsleiter wird Herr Wilhelm Viedt genannt.
Da im Gründungsjahr 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, war das Vereinsleben durch die Einberufung vieler Siedler größtenteils unterbrochen.
Es liegen keine Aufzeichnungen über die Entwicklung der Gemeinschaft und der damaligen Mitgliederstärke vor.
Nach Ende des 2. Weltkrieges übernahm Herr Karl Freytag sen. den Vorsitz der Siedlergemeinschaft. In diesem Zeitraum mussten öffentliche Versammlungen von der zuständigen Militärregierung genehmigt werden.
Auf der Versammlung am 03. Oktober 1953 konnte Siedlerfreund Karl Freytag sen. 16 Siedler und 9 Siedlerinnen begrüßen.
„Siedlergedanke wächst ständig“ schreibt die Braunschweiger Zeitung am 08. Februar 1954 aus Anlass der Tagung der Kreisgruppe Braunschweig im Haus zur Hanse.
Im Februar 1969 hatte die Siedlergemeinschaft Broitzem bereits 131 Mitglieder.
Von Februar 1972 bis Februar 1974 war Herr Heinz Habekost 1. Vorsitzender der Siedlergemeinschaft.
Auf der Versammlung am 15. Februar 1974 wurde Herr Karl Freytag jun. zum
1. Vorsitzenden gewählt.
Bis 1998 führte Karl Freytag jun. in vorbildlicher Weise die Siedlergemeinschaft Broitzem.
Seit 1998 ist Herbert Jark 1.Vorsitzender der Gemeinschaft.
Am 01. Januar 2009 waren 229 Mitglieder in der Siedlergemeinschaft Broitzem vereint.

Große Grubestraße 5 (1950)
Konfirmanden (1947) Aufnahme Siedlung, Haus von ehemals Dieter Meier Vordere Reihe von links: Heinz Deichmann, Irene Hogrefe, Inge Poppe, Margret Kuchler, Ursula Grammes, Fritz Mecke Hintere Reihe von links: Marga Gunkel, Marga Zimmermann, Ursel Sievers (heute Bogus),Helga Skuborius, Dorothe Preuss



Siedlungsgebiete in Broitzem

Der Bau der Rentensiedlung begann im Jahr 1908. Die Grundstücke waren ca. 1.250 qm groß. Die Erwerbskosten für das Grundstück, die Baukosten für das Haus, den Stall sowie für den Brunnen, der von mehreren Eigentümern genutzt werden konnte, betrugen insgesamt 8.060,-- Goldmark.
Bei Baubeginn musste eine Anzahlung von 312,-- Goldmark geleistet werden. Die erste Baumaßnahme war die Errichtung eines Brunnens.
Hypothekengeber war die Braunschweigische Landesversicherungsanstalt. Der Zinssatz betrug 4Im Jahr 1938 wurde mit dem Bau der Kleinsiedlung zwischen Westerbergstraße und Kruckweg (Siedlung) begonnen. Die Fertigstellung zog sich aufgrund des 2. Weltkrieges teilweise bis 1946 hin. Bauträger war die „Gemeinnützige Wohnungsbau- und Kleinsiedlungsgesellschaft Braunschweig-Land. Die durchschnittliche Grundstücksgröße betrug 650 qm.
Ein Vorschrift der Gaugruppe aus dem Jahr 1942 sah eine einheitliche Umzäunung und Bepflanzung des Siedlungsgebietes vor. Es gab verbindliche Richtlinien für die Anpflanzung von Obstgehölzen und Beerensträuchern.
Ein Auszug aus der Richtlinie „Kleintierhaltung in der Siedlung:

20 Jahre Siedlergemeinschaft Broitzem
Im Vordergrund Gertrud und Karl Freytag sen. Der Künstler auf der Bühne ist nicht bekannt.



Die Kleintierhaltung gehört zur Siedlerstelle, damit der Siedler aus eigener Kraft seine Ernährungsgrundlage
erweitert und den Erfolg der Siedlerwirtschaft vergrößert.
Um die Erzeugung der Kleintiere zu verbessern, sind im Rahmen des Vierjahresplanes besondere Richtlinien und Ziele aufgestellt. Vom Reichsnährstand werden außerdem bei der Anschaffung von Kleintieren erhebliche Beihilfen gewährt. Wer Kleintiere hält, hat zuerst darauf zu achten, dass er junge und gesunde Wirtschaftstiere seiner Siedlerstelle eingliedert.
Aber auch die Tierrassen sind nicht gleichgültig. Nachstehend führe ich Rassen an, zwischen denen der Siedler die Wahl hat:






Hühner:
Rebhuhnartige Italiener
Weiße Leghorn
Rote Rhodeländer
Weiße Wyandotten

Kaninchen:
Wiener, weiße und blaue
Chinchilla, große und kleine
Französische Silber Angora

Ziegen:
Weiße deutsche Ziege
Bunte deutsche Edelziege
Nur diese beiden Rassen dürfen in Deutschland gezüchtet werden.
Diese Rassen sind anerkannte Reichsrassen.

Mehr als 6 Hühner sind für eine Siedlerstelle nicht
erforderlich. Die Haltung eines Hahnes erübrigt sich,
weil der Siedler niemals Zucht betreiben, sondern zur
Auffrischung seines Tierbestandes Eier oder Jungtiere
kaufen soll


Einschulung Ostern 1955 Lehrer Herr Brandes

Broitzem 1958

Links an der Karre ist Hermann Stückler (Katzenhermann), Willi Wengorzewski, Albert Kielhorn. Mit dem Spaten auf dem Rücken ist Günther Weidling. Im Hintergrund ist das Haus Bormann, jetzt Kurek zu sehen, Große Grubestraße 11 (1965)





Flughafen Broitzem

Um 1900 war das Gebiet der heutigen Weststadt fast gänzlich unbebaut. Es bestand vor allem aus Ackerflächen und Wiesen.
1916 entstand auf einem großen Teil der Wiesen und Ackerflächen der Flugplatz Broitzem. Nach dem
1. Weltkrieg mussten alle deutsche Militärflugplätze, nach dem 11. November 1918 in Kraft getretenen Waffenstillstand, abgeliefert und zerstört werden. Dies betraf auch den Flughafen Broitzem.
Nur kurz von 1919 bis 1920 war der Flughafen an das deutsche Liniennetz angeschlossen. Danach wurden auf Teilen des Flugplatzes Kleingärten angelegt.
1924 wurde darauf der Flughafen mit verlängerter Start- und Landebahn wiedereröffnet.
1926 wurde die Braunschweiger Flughafen GmbH gegründet. Große Hallen für 50 bis 60 Flugzeuge wurden gebaut und die ehemalige Werft zurückgekauft. Ein großes Verwaltungs-, Schul- und Wohngebäude ist auf dem Flugplatz errichtet worden. Ein Liniendienst fand nicht mehr statt, allerdings wurden ab 1929 sämtliche Lufthansabesatzungen hier ausgebildet. Später wurde auch der Kader der aufstrebenden Luftwaffe geschult.
Das Reichsluftfahrtministerium übernahm den ganzen Flugplatz und nutzte ihn bis 1945 militärisch. Für zivile Flüge wurde damals ein neuer Flughafen in Waggum errichtet.



Wasserversorgung im Wandel der Zeit 1939 - 2010

Alte Holz-Pipen hat es in Broitzem nur als mitgebrachte Fundstücke aus der historischen Altstadt gegeben.

Holz-Pipen

Das Quellwasser wurde von der Quelle am Jödebrunnen zum Altstadtmarkt über eine Pipenleitung geleitet. Dieses Fundstück (Foto-Anlage) hatten Kinder vom Sperrmüll am Wiesenweg mitgebracht (mit dem kleinen Schriftstück daran).

Auf den Höfen gab es Wasserpumpen und mehrere gemeinsam genutzte Wasserentnahmestellen in Broitzem. Ein Nachbar hat mir berichtet, das holzpipenähnliche Stücke senkrecht als Rohrleitungen im Brunnen zur Wasserförderung genutzt wurden.

Die Wasserversorgung war spätestens seit der Erweiterung von Broitzem mit Mehrfamilienhäusern der Nibelungen Wohnungsbaugesellschaft und der Wiederaufbau nicht mehr zeitgemäß.

Ab 1956 wurde über Brunnen aus dem kleinen Wäldchen Richtung Quelle Teufelsspring Wasser zum Wasserturm an der Turmstrasse gepumpt und von dort in Broitzem nach Bedarf von den Broitzemern abgefordert.

Der Wasserverband Broitzem hatte dafür ein Pumpenhaus ein Trinkwasserrohrleitungsnetz und den Wasserturm bauen lassen. Die Elektrizitätsgesellschaft Hastra verlegte die Versorgungsleitungen unter die Erde. Die eigene Trink- und Abwasserversorgung löste das alte System mit öffentlichen und hauseigenen Brunnen und Latrinen ab.

Auch eine eigene Kläranlage wurde auf dem Gelände des Schützenvereins erbaut.

Wasserturm an der Turmstrasse

Pumpenhaus und Kläranlage wurden später zurückgebaut. Einen Brunnen kann man als Restbestand am Rand des kleinen Wäldchen noch sehen.

Nach der Eingemeindung 1974 erfolgte der Anschluss von Wasser- und Abwasserleitungen an die Stadt Braunschweig.
Etwas später übernahmen die Stadtwerke Braunschweig auch die Elektrizitäts- und Gasversorgung.
Seit 1977 erhält Broitzem Trinkwasser aus dem Harz. Die Versorgungsleitung verläuft aus Richtung Lichtenberg südwestlich von Broitzem Richtung Weststadt.








Beispiele der Wasserversorgung





Broitzemer Volksfeste


Eine lieb gewordene Traditionsveranstaltung, kultureller Höhepunkt eines jeden Jahres und Treffpunkt für „Jung und jung Gebliebene“.
Was wäre Broitzem ohne sein Volksfest? Nicht auszudenken! Die Broitzemer erwartet jedes Jahr ein mehrtägiges Festprogramm, wo ein jeder auf seine Kosten kommt. Es ist abwechselungsreich und beinhaltet für jeden Bürger etwas. Man kann erzählen, lachen, tanzen und vieles mehr.

Unsere Volksfeste/Schützenfeste haben schon abwechselungsreiche Zeiten hinter sich gebracht. Die erste Veranstaltung (Schützenfest), zu der sich die Bürger auf die Beine machen konnten, war anno 1958. Der Schützenverein veranstaltete bis 1978 jährlich ein großes Schützenfest. Im Jahr 1978 war der Ortsrat Broitzem einmaliger Ausrichter des Festes, denn man wollte das 800 -jährige Ortsjubiläum tüchtig feiern.

Das erste (echte!) Broitzemer Volksfest fand 1980 im Donnerbleek statt. Ab 1980 war jedes Jahr ein anderer Verein für das Volksfest verantwortlich. Jedoch war es teilweise für die kleineren Vereine eine große Bürde, diese Veranstaltung auf sich zu nehmen. Ab 1981 traf man sich dann wieder zum großen Fest in den Flachsrotten. Erst ab dem Jahr 1993 feierten die Broitzemer ihr Fest am Kruckweg.
Seit 25 Jahren veranstaltet die Arbeits-gemeinschaft Broitzemer Vereine e.V. v. 1984 traditionell an jedem letzten Wochenende im August eines jeden Jahres das größte Fest des Ortes. Der Arbeitsgemeinschaft gehören zur Zeit sechs Vereine an: Männergesangverein Broitzem v. 1869, Freiwillige Feuerwehr Braunschweig – Ortsfeuerwehr Broitzem, Schützenverein v. 1957 e.V., Sportverein Broitzem e.V. v. 1921 und DRK -Ortsverein Broitzem – Timmerlah - Weststadt. Zwischenzeitlich waren auch der Frauenchor Broitzem und der Bund der Vertriebenen Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Broitzemer Vereine e.V.

Steinbrink - 20 Jahre Siedlergemeinschaft - Auf dem Wagen hinten rechts Ursel Freytag
Oststraße - 40 Jahre Siedlergemeinschaft - Auf dem Wagen vorn Willi Jacobi, hinten Heinrich Basse und Karl Freytag sen.(mit Harke in der Hand)

Siedlerumzug 1960

Volksfest 1989 Meike Rupp Naujok, Wilhelm Reese


Am Steinberg Von links: Bodo Bank, Karl Freytag, Kind nicht bekannt, Heinrich Steinhof, Rita Bank, Rolf Steffen, Ursel Freytag, Gerd Pech, Hannelore Steffen.


Festumzug 1989


Festumzug 1989





Das alte Broitzem

Haltestelle Große Grube Straße

Alter Friedhof

Gustav Harmsstraße 10


Steinbergsiedlung 1954

Die "Plattenbude" brennt



Ein Tei unserer Ausflüge




Spreewald 1997



Besuch der Siedlergemeinschaft im Schacht Konrad – 2.Februar 2004

Verköstigung Brauerei Feldschlösschen



5. Juni 2005 – Wandertag der Kreisgruppe Braunschweig in Broitzem





Von Links: Norbert Kohlmeyer, Wolfgang und Meike Basse, Gerd Thielecke, Sarah Riemenschneider

Claudia Riemenschneider und Meike Rupp Naujok


Bürgermeile 2007

Bürgerbrunch 2007 Große Grube Straße

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